Freie Saat statt toter Ern­te

Beitrag vom 28. Oktober 2005

Die Agrar­in­dus­trie setzt wei­ter­hin auf Ver­fah­ren zur gen­tech­ni­schen Saat­gut­ste­ri­li­sie­rung. Doch erneut for­miert sich Wider­stand gegen die Ter­mi­na­tor-Tech­no­lo­gie Kill­er­gen im Saat­gut: Wie Ter­mi­na­tor tötet Das Ter­mi­na­tor-Prin­zip basiert auf drei in die Pflan­ze ein­ge­bau­ten Genen. Zwei der drei Gene wir­ken zusam­men, um zunächst beim Saat­gut­her­stel­ler die töd­li­che Wir­kung des drit­ten Gens zu unter­drü­cken. Das Kill­er­gen schließ­lich wird bei der Pro­duk­ti­on des vom Agrar­kon­zern zu ver­kau­fen­den Saat­guts durch einen äuße­ren Sti­mu­lus akti­viert (z.B. durch Besprü­hen der rei­fen Saat­gut­pflan­zen mit einer bestimm­ten Sub­stanz). Es übt sei­ne ste­ri­li­sie­ren­de Wir­kung aller­dings erst in der nächs­ten Samen­ge­ne­ra­ti­on aus, d. h. im Ern­te­gut der Bäue­rin­nen und Bau­ern. Die Ter­mi­na­tor-Tech­no­lo­gie ist in den bis­her ein­ge­reich­ten Paten­ten als theo­re­ti­sches Kon­zept beschrie­ben, und der Ein­bau der Gene wur­de in Reagenz­glas­ver­su­chen erprobt. Mitt­ler­wei­le wer­den in den USA Ent­wick­lungs­ar­bei­ten auf dem Niveau von Gewächs­haus­ver­su­chen durch­ge­führt. 
 Gen­tech­nik ist ange­wand­te Mole­ku­lar­bio­lo­gie, die gezielt ent­wi­ckelt wur­de, nach­dem in den USA die »gro­be« Euge­nik in den 20er/30er Jah­ren geschei­tert war.1 Die »gro­be« Euge­nik war mit der...

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