Sana­ma­dou­gou und Sahou müs­sen blei­ben: Land­raub stop­pen – in Mali und über­all sonst!

Beitrag vom 19.8.2014

August 2014: Inter­na­tio­na­ler Appell der euro­päi­schen Sek­ti­on von Afri­que-Euro­pe-Inter­act [*] Anfang 2013 ist Mali kurz­zei­tig in die inter­na­tio­na­len Schlag­zei­len gera­ten. Isla­mis­ti­sche Mili­zen hat­ten den Nor­den des Lan­des besetzt, es folg­te eine inter­na­tio­na­le Mili­tär­in­ter­ven­ti­on unter Füh­rung Frank­reichs, in deren Ver­lauf zumin­dest grö­ße­re Städ­te wie Tim­buk­tu und Gao befreit wer­den konn­ten. Und doch hat sich das Leben für die Mas­se der Bevöl­ke­rung kaum ver­än­dert – weder im Nor­den noch in den übri­gen Lan­des­tei­len. Beson­ders dra­ma­tisch ist die sozia­le Lage von Klein­bau­ern und -bäue­rin­nen, die unge­fähr 75 Pro­zent der Bevöl­ke­rung aus­ma­chen. Stell­ver­tre­tend dafür ste­hen die bei­den Dör­fer Sana­ma­dou­gou und Sahou 270 Kilo­me­ter nord­öst­lich der Haupt­stadt Bamako. Noch im Jahr 2009 haben die­se zur Lin­de­rung einer lan­des­wei­ten Ernäh­rungs­kri­se 40 Ton­nen Hir­se an die mali­sche Regie­rung gespen­det, heu­te sind sie sel­ber auf Lebens­mit­tel­lie­fe­run­gen ange­wie­sen. Denn im Zuge des welt­weit boo­men­den Aus­ver­kaufs frucht­ba­rer Acker-, Wald- und Wei­de­flä­chen an Invest­ment­fonds, Ban­ken und Kon­zer­ne ist es auch in Sana­ma­dou­gou und Sahou zu gewalt­sa­men Ver­trei­bun­gen gekom­men. Zudem muss­ten die...

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