„Wir haben es satt“ – Aufruf zur Demo am 22.1.2011
„Wir haben es satt!“ – Demonstrieren Sie mit! Sagen Sie Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten! Während der Messe »Grüne Woche« in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Das Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF und Co.: die Industrialisierung der Landwirtschaft voran zu treiben. Das heißt: Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Weitere Informationen unter www.wir-haben-es-satt.de
Lesezeit: < 1 MinuteUNO-Experte: Biolandbau übertrifft industrielle Landwirtschaft
Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, erklärte während der Vorstellung entprechender Ergebnisse auf einer Internationalen Agroökologie-Tagung in Brüssel am 21./22. Juni 2010, „die Regierungen und internationalen Organisationen müssen sich dringend zu einer massiven Förderung biologischer Anbautrechniken entschließen, um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen und das Klima zu schützen.“ Zusammen mit 25 führenden Agroökologie-Experten drängte der UNO-Experte die internationale Gemeinschaft, „die gegenwärtige Landwirtschaftspolitik zu überdenken“ und das Potential des Biolandbaus zu nutzen. Mein Kommentar: Dies wäre ein notwendiger, aber kein hinreichender Schritt, um den beiden Krisen (Ernährung, Klima) beizukommen – „einfach nur“ mit Biolandbau, ohne grundlegenden gesellschaftlichen Umbau, werden wir auf halbem Wege stecken bleiben. Nachstehend der volle Wortlaut der Meldung auf Englisch, die auf der Website des Genfer UNO-Büros publiziert ist BRUSSELS – „Governments and international agencies urgently need to boost ecological farming techniques to increase food production and save the climate,“ said UN Special Rapporteur on the right to food, Olivier De Schutter, while presenting the...
Lesezeit: 4 MinutenAgrosprit, Hunger, Mehrverbrauch statt Effizienz
Matthias Brake Im spanischen Sevilla ist die internationale Konferenz der Agrartreibstoffindustrie (World Biofuels 2010 [1]) zu Ende gegangenen. Dort wurden die Ausbaupläne und Wachstumshoffnungen der Agrartreibstoff-Produzenten vorgestellt [2]. 480 Millionen Hektar Land sollen bis 2045 für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche der Europäischen Union beträgt 430 Millionen Hektar. Weiterlesen auf Telepolis
Lesezeit: < 1 MinuteKommentiert: »The Politics of Hunger« by Paul Collier
Innerhalb der letzten 12 Monate sind mehrere einflussreiche Publikationen der Befürworter von Gentechnik und industrieller Landwirtschaft erschienen Hier werfen wir einen Blick auf den ersten dieser Beiträge, den Walden Bello in seinem Text „The global food price crisis: A critique of orthodox perspectives“ als „Perhaps the most influential orthodox view on the causes, dynamics, and solution to the food price crisis“ bezeichnet (http://www.worldhunger.org/articles/09/editorials/bello.htm). Kaum überraschend, wird Colliers Beitrag vom World Food Program als Informationsquelle angeboten (http://www.wfp.org/content/politics-hunger-foreign-affairs). Der Text von Paul Collier, Ökonomie-Professor und Direktor des Center for the Study of African Economies an der Universität Oxford, erschien 2008 in der November-Ausgabe von Foreign Affairs mit dem Titel „The Politics of Hunger“. In seiner Analyse ermittelt Collier drei Bedrohungen für die Welternährung: die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die US-Subventionen für Agrosprit (der dort fast ausschließlich aus Mais gewonnen wird) und die europäische Zurückhaltung bei der Nutzung von gentechnisch modifizierten (GM-) Sorten. Sein Lösungsvorschlag: Die rasche Ausdehnung der industriellen Landwirtschaft und sofortige Abschaffung der...
Lesezeit: 5 MinutenGepflanzte Profite
Der heutige 16. Oktober wurde 1979 zum Welternährungstag erklärt. Es ist der Gründungstag der Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen, die im Jahr 1945 an diesem Tag geschaffen wurde. Der Welternährungstag steht jedes Jahr unter einem besonderen Thema. Im vorigen Jahr lautete das Motto »Das Recht auf Nahrung ist keine Utopie«. Die reale Politik der FAO disqualifiziert dieses Motto zur hohlen Phrase, denn dieses Recht ist unlängst für weitere zig Millionen Menschen zur Utopie geworden. Es ist seit längerem bekannt, daß das sowohl vom Welternährungsgipfel 1996 als auch von der »Millenniumserklärung« der UNO im Jahr 2000 definierte Ziel, die Zahl der chronisch hungernden Menschen bis zum Jahr 2015 zu halbieren, nicht erreicht wird. Mittlerweile zeichnet sich ab, daß es nicht einmal gelingen wird, diese Zahl konstant zu halten. Laut FAO erhöhte sich zwischen 1992 und 2005 die Zahl der chronisch Hungernden zunächst von 842 auf 848 Millionen Menschen, um dann im Jahr 2007 sprunghaft auf 943 Millionen zu steigen. Eine weitere...
Lesezeit: 9 Minuten