Geschäfts­in­ter­es­sen gegen Men­schen­rech­te:
Die mexi­ka­ni­sche Gen-Mais­kon­tro­ver­se

Beitrag vom 01. Dezember 2005

Auf der dies­jäh­ri­gen Mexi­ko-Tagung in Bad Boll, die vom 14. bis 16.10. unter dem The­ma „Gen­mais und Was­ser­pri­va­ti­sie­rung – eine Bedro­hung für die Men­schen­rech­te“ statt­fand, kam es zu kon­tro­ver­sen Dis­kus­sio­nen zwi­schen einem Tagungs­teil­neh­mer und den zu die­sem The­ma ein­ge­la­de­nen mexi­ka­ni­schen Gäs­ten, Aldo Gon­zá­lez Rojas (UNOSJO) und Ana de Ita (CECCAM). Der dor­ti­ge Dis­put reflek­tier­te die inter­na­tio­na­le Kon­tro­ver­se zu die­sem The­ma, die mit einer unlängst ver­öf­fent­lich­ten, frag­wür­di­gen Stu­die erneut auf­flamm­te. Gen­tech­nisch ver­än­der­ter (Gen-) Mais wird in den USA seit 1996 kom­mer­zi­ell ange­baut. Sein Anteil belief sich im Jahr 2000 auf 25% und im Jahr 2003 auf 40% der Mais­an­bau­flä­che der USA. Mexi­ko impor­tier­te in letz­ter Zeit jähr­lich 5-7 Mio t Mais von sei­nem nörd­li­chen Nach­barn. Die Impor­te unter­lie­gen kei­ner Kenn­zeich­nungs­pflicht, so dass der Gen-Mais-Anteil am Gesamt­im­port weder über­prüft wird noch bekannt ist. Zwar erließ die mexi­ka­ni­sche Regie­rung im Jahr 1998 ein Ver­bot für Anbau und Feld­ver­su­che mit Gen-Mais, unter­nahm aber kei­ne wei­te­ren Anstren­gun­gen, um die boden­stän­di­gen Mais­sor­ten im Ursprungs­land die­ser Nutz­pflan­ze...

Lese­zeit: 5 Minu­ten

Tag-Wolke

Tag Cloud