Lan­dun­ge­rech­tig­keit: Hun­ger und Migra­ti­on

Beitrag vom 10.2.2015

Der chro­ni­sche Nah­rungs­man­gel im sub­sa­ha­ri­schen Afri­ka hängt mit der Ungleich­heit im Besitz von Grund und Boden zusam­men. Eine Abwan­de­rung in die Städ­te lin­dert die Not in der Regel nicht. Von Peter Claus­ing In den Län­dern süd­lich der Saha­ra, dem soge­nann­ten sub­sa­ha­ri­sche Afri­ka, leben über 200 Mil­lio­nen chro­nisch hun­gern­de Men­schen – das sind etwa 30 Pro­zent der dor­ti­gen Bevöl­ke­rung. Davon sind vor allem die auf dem Land leben­den Men­schen betrof­fen, für die »chro­ni­scher Hun­ger« zumeist bedeu­tet, dass er all­jähr­lich wie­der­kehrt, näm­lich dann, wenn die eige­nen Vor­rä­te zur Nei­ge gehen und das Geld nicht reicht, um zusätz­li­che Lebens­mit­tel zu kau­fen. Die­se Peri­ode kann meh­re­re Wochen bis meh­re­re Mona­te dau­ern – je nach­dem wie die vor­he­ri­ge Ern­te aus­fiel. Typisch ist das für Betrie­be, bei denen die land­wirt­schaft­lich bear­bei­te­te Flä­che unter einer Grö­ße von zwei Hekt­ar liegt. 80 Pro­zent der afri­ka­ni­schen Bäue­rin­nen und Bau­ern bewirt­schaf­ten der­art klei­ne Flä­chen und ernäh­ren damit mehr schlecht als recht eine oft­mals sechs- bis acht­köp­fi­ge Fami­lie. In Mala­wi zum...

Lese­zeit: 9 Minu­ten

Ein dis­kur­si­ves Hun­ger­ge­spenst

Beitrag vom 1.10.2014

von Peter Claus­ing Nicht sel­ten ruft die Fra­ge, ob und unter wel­chen Bedin­gun­gen die wach­sen­de Welt­be­völ­ke­rung aus­rei­chend ernährt wer­den kann, Rat­lo­sig­keit und Unbe­ha­gen her­vor. Eine nega­ti­ve Ant­wort wür­de den Hun­ger­tod Hun­der­ter Mil­lio­nen Men­schen mit kaum vor­stell­ba­ren gesell­schaft­li­chen Fol­gen bedeu­ten. Schließ­lich sind schon heu­te zir­ka 850 Mil­lio­nen Men­schen unter­ernährt, was bedeu­tet, dass all­jähr­lich etwa 10 Mil­lio­nen Men­schen an Hun­ger oder sei­nen unmit­tel­ba­ren Fol­gen ster­ben. Die Fra­ge, was getan wer­den müss­te, um bei gleich­zei­tig wach­sen­der Welt­be­völ­ke­rung von die­sem Geno­zid weg­zu­kom­men, wird sehr unter­schied­lich beant­wor­tet. Zunächst ist fest­zu­hal­ten, dass ein all­ge­mei­ner Kon­sens dar­über besteht, dass die Welt­be­völ­ke­rung nach 2050 nur noch unwe­sent­lich zuneh­men wird. Zwar wer­den in 35 Jah­ren vor­aus­sicht­lich zwei Mil­li­ar­den (30 Pro­zent) mehr Men­schen auf der Erde leben als heu­te, jedoch bei ste­tig abneh­men­dem Bevöl­ke­rungs­wachs­tum. Nun ver­tre­ten Welt­bank und Welt­ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on (FAO) die Ansicht, dass dann, wenn 30 Pro­zent mehr Men­schen die Welt bevöl­kern, 70 Pro­zent mehr Nah­rungs­mit­teln zur Ver­fü­gung ste­hen müss­ten. Die Dis­kre­panz zwi­schen den 70 und 30 Pro­zent wird mit...

Lese­zeit: 3 Minu­ten

Inten­siv und inef­fi­zi­ent

Beitrag vom 14.4.2014

Die indus­tri­el­le Land­wirt­schaft ist an den Ver­brauch fos­si­ler Brenn­stof­fe gekop­pelt. Die Ener­gie­bi­lanz ihrer Pro­duk­te ist nega­tiv. Von Peter Claus­ing All­jähr­lich am 17. April hat die glo­ba­le Klein­bau­ern­or­ga­ni­sa­ti­on La Via-Camp­si­na ihren Akti­ons­tag. Die Orga­ni­sa­ti­on sagt, daß Klein­bau­ern ener­gie­ef­fi­zi­en­ter pro­du­zie­ren als Groß­be­trie­be. Seit Jahr­tau­sen­den besteht der Sinn des Acker­baus in der Umwand­lung von Son­nen­en­er­gie in »ess­ba­re«. Das geschieht mit Hil­fe der Pho­to­syn­the­se, deren Effi­zi­enz zwar gering ist, denn jener Anteil der ein­ge­strahl­ten Son­nen­en­er­gie, der in Bio­mas­se umge­wan­delt wird, beträgt weni­ger als zwei Pro­zent. Trotz­dem wird über das Jahr und die Flä­che ver­teilt in Früch­ten und Knol­len genü­gend Ener­gie akku­mu­liert, um die Welt­be­völ­ke­rung zu ver­sor­gen. Die Son­nen­strah­lung steht gra­tis zur Ver­fü­gung. Der Anteil an Ener­gie, der dar­über hin­aus in die Erzeu­gung und Ver­ar­bei­tung von Nah­rung gesteckt wur­de, war für lan­ge Zeit von gerin­ger Bedeu­tung. Die­se Situa­ti­on hat sich in den ver­gan­ge­nen hun­dert Jah­ren dra­ma­tisch geän­dert. Zwar wur­den in den letz­ten Jahr­zehn­ten in vie­len Tei­len der Welt die Hekt­ar­er­trä­ge erheb­lich gestei­gert. Erkauft wur­de die­ser...

Lese­zeit: 10 Minu­ten

Sprengt die Wert­schöp­fungs­ket­ten !!

Beitrag vom 08.11.2013

Von Peter Claus­ing Den offi­zi­el­len Start von vier Groß­pro­jek­ten des »Ger­man Food Partnership«-Programms (GFP) am 5.11.2013 nah­men meh­re­re Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen zum Anlass, die­se »Ent­wick­lungs­po­li­tik im Dienst deut­scher Kon­zer­ne« scharf zu kri­ti­sie­ren. Das Forum Umwelt und Ent­wick­lung for­der­te, »das FDP-Pro­jekt unver­züg­lich zu stop­pen«, und Jan Urhahn, Land­wirt­schafts­exper­te des ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Netz­werks INKOTA, hob her­vor, daß die Bun­des­re­gie­rung mit GFP unter dem Deck­man­tel von Hun­ger- und Armuts­be­kämp­fung ein­sei­tig die Wirt­schafts­in­ter­es­sen deut­scher und euro­päi­scher Unter­neh­men wie BASF, Bay­er Crop Sci­ence oder Syn­gen­ta bedie­ne. Neben den trans­na­tio­na­len Agrar­kon­zer­nen fin­den sich unter den zehn GFP-Part­nern auch die Han­dels­ket­te Metro, der Ver­band der Nah­rungs­mit­tel- und Ver­pa­ckungs­ma­schi­nen und die Dün­ge­mit­tel­in­dus­trie. Bereits die Zusam­men­set­zung die­ser »Part­ner­schaft« lässt erken­nen, dass es um die Schaf­fung ver­ti­kal inte­grier­ter Wert­schöp­fungs­ket­ten geht, bei denen bekannt­lich der Wert vor allem am unte­ren Ende der Ket­te von den Bäue­rin­nen und Bau­ern geschaf­fen und dann schritt­wei­se nach oben trans­fe­riert wird. Mit einem Gesamt­vo­lu­men von ins­ge­samt 78 Mil­lio­nen Euro wer­den eine »Kar­tof­fel-Initia­ti­ve«, eine »Ölsaa­ten-Initia­ti­ve« und eine »Kon­kur­renz­fä­hi­ge Reis-Initia­ti­ve« in...

Lese­zeit: 3 Minu­ten

Mala­wi im Pris­ma der Welt­ernäh­rungs­kri­se

Beitrag vom 4.8.2012

von Peter Claus­ing Mala­wi, ein klei­nes Land im Her­zen Afri­kas, gehört mit sei­nen 14 Mil­lio­nen Bewoh­nern zu den am dich­tes­ten besie­del­ten Län­dern Afri­kas, nur über­trof­fen von Burun­di, Gam­bia, Nige­ria und Ruan­da. Sei­ne Ernäh­rungs­pro­ble­me und die ent­spre­chen­den Lösungs­ver­su­che reflek­tie­ren eine gan­ze Rei­he von Aspek­ten der glo­ba­len Ernäh­rungs­kri­se. Auf­grund des hohen Bevöl­ke­rungs­wachs­tums hat sich die Ein­woh­ner­zahl seit 1950 mehr als ver­vier­facht. Trotz­dem liegt die Bevöl­ke­rungs­dich­te mit 120 Einwohner/km² noch immer deut­lich unter der von Deutsch­land (229 Einwohner/km²). Mala­wi zählt zu den Least Deve­lo­ped Count­ries (LDC), einer sozi­al­öko­no­mi­schen Defi­ni­ti­on der UNO für die 48 ärms­ten Län­der der Welt. Trotz innen­po­li­ti­scher Sta­bi­li­tät und obwohl das Land nicht vom „Res­sour­cen­fluch“ heim­ge­sucht ist, den der kon­ser­va­ti­ve Öko­nom Paul Col­lier in frag­wür­di­ger Wei­se als Wur­zel allen Übels der Armut in Afri­ka betrach­tet (1), hat das Land – seit lan­gem ein Lieb­ling der inter­na­tio­na­len Ent­wick­lungs­hil­fe – es bis heu­te nicht geschafft, den LDC-Sta­tus zu ver­las­sen. Schlim­mer noch – in den letz­ten Jahr­zehn­ten kam es wie­der­holt zu Hun­gers­nö­ten, bei...

Lese­zeit: 4 Minu­ten

Hun­ger – Kata­stro­phe, Pro­test und Medi­en­er­eig­nis

Beitrag vom

Wo lie­gen die Grün­de für die skan­da­lö­se Dis­kre­panz zwi­schen Pro­duk­ti­on und Ver­sor­gung? Von Peter Claus­ing Hun­ger ist die All­tags­rea­li­tät für ein Sechs­tel der Mensch­heit und – hun­ger­be­ding­te Krank­hei­ten mit­be­rück­sich­tigt – die Todes­ur­sa­che für 10 Mil­lio­nen Men­schen jähr­lich. Spä­tes­tens seit der Explo­si­on der Nah­rungs­mit­tel­prei­se 2007/2008 ist klar, dass das Mil­le­ni­ums-Ent­wick­lungs­ziel, den Anteil der Men­schen, die Hun­ger lei­den, von 1990 bis 2015 zu hal­bie­ren, nicht annä­hernd erreicht wer­den wird. Statt zu einer Redu­zie­rung kam es 2008 zu einem Anstieg der Zahl der Hun­gern­den. Dabei wird Jahr für Jahr genü­gend pro­du­ziert, um – sta­tis­tisch betrach­tet – alle Men­schen mit aus­rei­chend Nah­rung zu ver­sor­gen.

Markt­frau­en in Zom­ba, Mala­wi

Preis­explo­sio­nen, Pro­tes­te und ver­eng­te Sicht­wei­sen Als sich 2007/2008 inner­halb weni­ger Mona­te die Welt­markt­prei­se für Wei­zen und Mais ver­dop­pel­ten und für Reis ver­drei­fach­ten, gab es Hun­ger­re­vol­ten in mehr als 40 Län­dern. J. Walt­on und D. Sed­don doku­men­tier­ten 1994 in einem Buch, dass sol­che Food Riots zumeist nicht in unmit­tel­ba­rem zeit­li­chen Zusam­men­hang mit phy­si­schen... Lese­zeit: 4 Minu­ten

Peak Soil I – Hun­ger nach Land

Beitrag vom 28.03.2011

Hin­ter­grund »Peak Soil« – Boden­zer­stö­rung, Land­raub und Ernäh­rungs­kri­se. Teil I: Wie Kon­zer­ne und Spe­ku­lan­ten von der Ver­knap­pung von Lebens­mit­teln pro­fi­tie­ren Peter Claus­ing »Peak Soil«1 lau­tet der Titel des 2009 erschie­ne­nen Buches des Ber­li­ner Autors Tho­mas Fritz, einer ers­ten umfas­sen­de­ren Über­sicht zum The­ma »Land Grab­bing« (Land­nah­me) in deut­scher Spra­che. Der Begriff »Land Grab­bing« bezieht sich auf den Kauf bzw. die lang­fris­ti­ge Pach­tung gro­ßer Land­flä­chen – vor allem in den Län­dern des Südens, aber auch in Ost­eu­ro­pa – mit oft dras­ti­schen Aus­wir­kun­gen auf die Lebens­wirk­lich­keit der Bevöl­ke­rung. Die Ansich­ten, ab wann von »gro­ßen Land­flä­chen« zu spre­chen ist, diver­gie­ren. Wäh­rend Oli­vi­er de Schutter, Son­der­be­richt­erstat­ter der Ver­ein­ten Natio­nen für das Recht auf Nah­rung, 1000 Hekt­ar als Unter­gren­ze betrach­tet, defi­nier­te die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on (NGO) GRAIN 10000 Hekt­ar als unte­res Limit. Ent­spre­chend der Bedeu­tung die­ses bedroh­li­chen Phä­no­mens ist inzwi­schen eine Rei­he von Publi­ka­tio­nen erschie­nen, und es fan­den zahl­rei­che natio­na­le und inter­na­tio­na­le Tagun­gen zum The­ma statt. »Land Grab­bing, so scheint es, kommt wie ein Tsu­na­mi über die Welt,...

Lese­zeit: 10 Minu­ten

Schön­red­ner bei der FAO

Beitrag vom 04.08.2010

Aus: land & wirt­schaft, jun­ge Welt-Bei­la­ge vom 04.08.2010 von Peter Claus­ing Land­nah­me durch pri­va­te Inves­to­ren in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka erreicht dra­ma­ti­sche Dimen­sio­nen. UN-Ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, Welt­bank und Ent­wick­lungs­po­li­ti­ker beto­nen »Chan­cen« »Man muß kein Bau­er sein, um mit Acker­land Geld zu ver­die­nen«, hieß es in einem Bei­trag der Wochen­zei­tung Die Zeit vom 11. Febru­ar 2010, der sich mit einem Trend beschäf­tig­te, über den in den letz­ten zwei Jah­ren viel geschrie­ben und dis­ku­tiert wur­de, ohne daß es seit­her zu einer Trend­wen­de gekom­men ist. Die Rede ist von der rasan­ten Aneig­nung des Pro­duk­ti­ons­mit­tels Boden durch Inves­to­ren und – seit der Preis­explo­si­on im Nah­rungs­mit­tel­be­reich 2008 – durch finanz­star­ke Län­der mit pre­kä­rer Eigen­ver­sor­gung, inter­na­tio­nal unter dem Begriff Land Grab­bing bekannt. Die Bericht­erstat­tung in den Medi­en ver­mit­telt den Ein­druck, daß es vor allem die Regie­run­gen Chi­nas, Süd­ko­re­as und der Golf­staa­ten sei­en, die die­se Land­um­ver­tei­lung vor­an­trei­ben. Eine reprä­sen­ta­ti­ve Ana­ly­se des Lon­do­ner Inter­na­tio­nal Insti­tu­te for Envi­ron­ment and Deve­lo­p­ment (IIED) zeig­te aber am Bei­spiel von Äthio­pi­en, Gha­na, Mada­gas­kar und Mali, daß...

Lese­zeit: 4 Minu­ten

Kom­men­tiert: The Coming Food Coups by Nat­si­os & Doley

Beitrag vom 31. August 2009

In ihrem Bei­trag „The Coming Food Coups“, der im Janu­ar 2009 im Washing­ton Quar­te­ly erschien, das vom Cen­ter for Stra­te­gic and Inter­na­tio­nal Stu­dies her­aus­ge­ge­ben wird, befas­sen sich Nat­si­os und Doley mit den huma­ni­tä­ren, poli­ti­schen und Sicher­heits­kon­se­quen­zen der Preis­explo­sio­nen bei Nah­rungs­mit­teln. Dabei ist für sie die Fami­ne Theo­ry ein hilf­rei­ches Werk­zeug, also die Theo­rie von den Hun­gers­nö­ten, „a body of know­ledge about the microe­co­no­mic dyna­mics of fami­nes, the vul­nerabi­li­ty of peo­p­le to food pri­ce shocks, and the com­mon pat­terns of beha­vi­or peo­p­le use to try to sur­vi­ve in dif­fe­rent stages of a fami­ne„. Ihrer Mei­nung nach müs­sen Poli­ti­ker aus­ge­rüs­tet sein, um die Sicher­heits- (und ande­re) Kon­se­quen­zen der­ar­ti­ger Ent­wick­lun­gen zu mini­mie­ren. Dabei betrach­ten sie – im Gegen­satz zu Paul Col­lier (vgl. Medi­en-Offen­si­ve des Agro­busi­ness [1]) – die Rück­nah­me von Sub­ven­tio­nen (z.B. für Agro­treib­stof­fe) in einer bür­ger­li­chen Demo­kra­tie als unrea­lis­tisch. »The likeli­hood of a sub­stan­ti­al reduc­tion in U.S. corn-based etha­nol sub­si­dies is unli­kely. Once demo­cra­tic govern­ments begin to sub­si­di­ze some­thing, with­dra­wing the sub­s­idy...

Lese­zeit: 3 Minu­ten

Bei­trä­ge blei­ben aus

Beitrag vom 11. August 2009

Welt­ernäh­rungs­pro­gramm in Finanz­nö­ten: UN-Unter­stüt­zungs­fonds feh­len drei Mil­li­ar­den Dol­lar – knapp die Hälf­te sei­nes Bud­gets. Hil­fe für Hun­dert­tau­sen­de Hun­gern­de ein­ge­stellt Das Welt­ernäh­rungs­pro­gramm der Ver­ein­ten Natio­nen (World Food Pro­gram – WFP) muß wegen feh­len­der finan­zi­el­ler Mit­tel sei­ne Hilfs­lie­fe­run­gen ein­schrän­ken. Bis zum Jah­res­en­de rech­net die UN-Orga­ni­sa­ti­on mit einem Fehl­be­trag von drei Mil­li­ar­den Dol­lar. Dies geht aus einem im ver­gan­ge­nen Monat ver­öf­fent­lich­ten Bericht her­vor. Bereits Ende Juni hat­te der Lei­ter des Ber­li­ner WFP-Büros, Ralf Süd­hoff, offen­bart, sei­ne Orga­ni­sa­ti­on habe erst 25 Pro­zent ihres Bud­gets für 2009 erhal­ten. Das WFP ist zu hun­dert Pro­zent auf frei­wil­li­ge Bei­trä­ge, in ers­ter Linie von Regie­run­gen, ange­wie­sen. Für die Unter­stüt­zung von 108 Mil­lio­nen bedürf­ti­gen Men­schen in 74 Län­dern hat­te das WFP einen Finanz­be­darf von 6,7 Mil­li­ar­den Dol­lar errech­net. Ange­sichts der nach wie vor unvoll­stän­di­gen Deckung des Bud­gets hat sich das Welt­ernäh­rungs­pro­gramm nun zu dras­ti­schen Kür­zun­gen ent­schlos­sen. So muß im Lau­fe des August der huma­ni­tä­re Flug­dienst des WFP in Tei­len Afri­kas ein­ge­stellt wer­den, mit dem sowohl Hel­fer als auch ein...

Lese­zeit: 4 Minu­ten

Tag-Wolke

Tag Cloud