Neue DVD: Über den Tel­ler­rand – Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels

Beitrag vom 8.12.2013

“Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät” ist die zen­tra­le For­de­rung der klein­bäu­er­li­chen Bewe­gun­gen in Ban­gla­desch. Ange­sichts von Kli­ma­wan­del, Flä­chen­knapp­heit und Land­kon­flik­ten set­zen sie sich für eine gerech­te Land­ver­tei­lung und eine selbst­be­stimm­te Agrar­pro­duk­ti­on ein. Eige­ne Par­zel­len sowie kul­tu­rell und öko­lo­gisch ange­pass­tes Saat­gut sehen sie als Basis für die Nah­rungs­mit­tel­ver­sor­gung. Die Bewe­gun­gen ver­fol­gen ihre Zie­le gege­be­nen­falls mit radi­ka­len Mit­teln: Sie beset­zen und bewirt­schaf­ten Land, das ihnen laut Gesetz zusteht, aber auf­grund von Kor­rup­ti­on nicht über­tra­gen wird. Der Anbau für den Eigen­be­darf und die loka­len Märk­te wird durch die Kapi­ta­li­sie­rung des Agrar­sek­tors stark gefähr­det. Seit der “Grü­nen Revo­lu­ti­on” in den 1960er Jah­ren nimmt der Ein­fluss von Saat­gut- und Che­mie­kon­zer­nen bestän­dig zu. Die Abhän­gig­keit von Dün­ger, Pes­ti­zi­den und modi­fi­zier­ten Samen sowie die infra­struk­tu­rel­len Ein­grif­fe durch Staat und Welt­bank haben die Lebens­be­din­gun­gen der Klein­bäue­rin­nen und -bau­ern ver­än­dert. Höhe­re Pro­duk­ti­ons­kos­ten und sin­ken­de Boden­frucht­bar­keit sind die Schat­ten­sei­ten der gestei­ger­ten Ern­ten, die vie­le in die Ver­schul­dung treibt. Heu­te gel­ten drei vier­tel aller Ban­gla­de­schis offi­zi­ell als land­los und haben laut “Kash-Land-Gesetz” Anspruch auf eige­ne...

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