Boden­rausch (Rezen­si­on)

Beitrag vom 9.7.2012

Das Buch „Boden­rausch“ von Wil­fried Bom­mert erfüllt die Erwar­tun­gen des (rezen­sie­ren­den) Lesers nicht Peter Claus­ing Vor rund vier Jah­ren began­nen im glo­ba­len Süden fie­ber­haf­te Land­käu­fe, die bis heu­te anhal­ten. Nach einer Rei­he von Stu­di­en durch Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGOs), Hilfs­wer­ke und selbst Regie­rungs­stel­len ist Wil­fried Bom­merts „Boden­rausch“ nun das ers­te deutsch­spra­chi­ge Buch zu dem The­ma, das in einem grö­ße­ren Ver­lags­haus erschien. Es ist fak­ten­reich und ver­mit­telt einen brei­ten, wenn­gleich nicht unpro­ble­ma­ti­schen Über­blick. In vier Tei­len befasst es sich mit dem Phä­no­men des Land Grab­bing, sei­nen Trieb­kräf­ten, Alter­na­ti­ven zur indus­tri­el­len Land­wirt­schaft, und unter­brei­tet Vor­schlä­ge, wie das Gan­ze gestoppt wer­den könn­te. Geschei­ter­te Staa­ten Teil I („Von Tätern und Opfern“) prä­sen­tiert eine umfang­rei­che Auf­lis­tung von Gewin­nern und Ver­lie­rern des 2008 aus­ge­bro­che­nen Kauf- und Pach­t­rauschs von Acker­land. Als Aus­lö­ser iden­ti­fi­ziert der Ver­fas­ser „vier Kri­sen“, aller­dings ohne auf den Ber­li­ner Öko­no­men Elmar Alt­va­ter, der den Begriff der Vier­fach­kri­se (Ener­gie-, Kli­ma-, Finanz- und Ernäh­rungs­kri­se) präg­te, Bezug zu neh­men. Eben­so­we­nig fin­det der im Okto­ber 2008 publi­zier­te Bericht „Sei­zed: The...

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Land Grab­bing in Mexi­ko: Ein argu­men­ta­ti­ver Kopf­stand der Welt­bank

Beitrag vom 09.11.2011

Von Peter Claus­ing und Chris­ti­na Goschen­ho­fer In die­sem in der Zeit­schrift PERIPHERIE erschie­nen Bei­trag wird die Argu­men­ta­ti­on der Welt­bank ana­ly­siert, dass mit frei­wil­li­gen Richt­li­ni­en und “klar defi­nier­ten Land­rech­ten” das Land Grab­bing in den Län­dern des Südens von einer Bedro­hung in eine Ent­wick­lungs­chan­ce kon­ver­tiert wer­den kön­ne. Mexi­ko dient der Welt­bank dafür als wich­ti­ger Bei­spiel. Im Gegen­satz dazu kommt die vor­lie­gen­de Ana­ly­se zu der Schluss­fol­ge­rung, dass sich die rea­len Ver­hält­nis­se in Mexi­ko von dem „papier­nen“ Mexi­ko, wie es in den Doku­men­ten der Welt­bank zu fin­den ist, sehr stark unter­schei­den. Wenn Mexi­ko eines der wich­ti­gen posi­ti­ven Bei­spie­le ist, die­ses aber erheb­li­che Män­gel auf­weist, dann wird damit das gesam­te Kon­zept frei­wil­li­ger Selbst­ver­pflich­tun­gen als Lösungs­an­satz für die sozia­len und öko­lo­gi­schen Fol­gen des Land Grab­bing in Fra­ge gestellt.

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Agro­öko­lo­gie con­tra Land Grab­bing

Beitrag vom 13.04.2011

Die Prot­ago­nis­ten des Land Grab­bing behaup­ten, dass ihre „Agrar­in­ves­ti­tio­nen“ dazu bei­tra­gen die künf­ti­ge Welt­ernäh­rung zu sichern. Indus­tri­el­le Groß­flä­chen­wirt­schaft hat kei­ne Per­spek­ti­ve. Es meh­ren sich die wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen, dass eine klein­bäu­er­li­che, agrar­öko­lo­gi­schen Bewirt­schaf­tung den Schlüs­sel zur Ernäh­rung von 9 Mil­li­ar­den Men­schen dar­stellt. Hier die Prä­sen­ta­ti­on (Land Grab­bing und Agro­öko­lo­gie) zu einem Vor­trag vom 13.4.2011 im FDCL in Ber­lin.

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Peak Soil I – Hun­ger nach Land

Beitrag vom 28.03.2011

Hin­ter­grund »Peak Soil« – Boden­zer­stö­rung, Land­raub und Ernäh­rungs­kri­se. Teil I: Wie Kon­zer­ne und Spe­ku­lan­ten von der Ver­knap­pung von Lebens­mit­teln pro­fi­tie­ren Peter Claus­ing »Peak Soil«1 lau­tet der Titel des 2009 erschie­ne­nen Buches des Ber­li­ner Autors Tho­mas Fritz, einer ers­ten umfas­sen­de­ren Über­sicht zum The­ma »Land Grab­bing« (Land­nah­me) in deut­scher Spra­che. Der Begriff »Land Grab­bing« bezieht sich auf den Kauf bzw. die lang­fris­ti­ge Pach­tung gro­ßer Land­flä­chen – vor allem in den Län­dern des Südens, aber auch in Ost­eu­ro­pa – mit oft dras­ti­schen Aus­wir­kun­gen auf die Lebens­wirk­lich­keit der Bevöl­ke­rung. Die Ansich­ten, ab wann von »gro­ßen Land­flä­chen« zu spre­chen ist, diver­gie­ren. Wäh­rend Oli­vi­er de Schutter, Son­der­be­richt­erstat­ter der Ver­ein­ten Natio­nen für das Recht auf Nah­rung, 1000 Hekt­ar als Unter­gren­ze betrach­tet, defi­nier­te die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on (NGO) GRAIN 10000 Hekt­ar als unte­res Limit. Ent­spre­chend der Bedeu­tung die­ses bedroh­li­chen Phä­no­mens ist inzwi­schen eine Rei­he von Publi­ka­tio­nen erschie­nen, und es fan­den zahl­rei­che natio­na­le und inter­na­tio­na­le Tagun­gen zum The­ma statt. »Land Grab­bing, so scheint es, kommt wie ein Tsu­na­mi über die Welt,...

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»Land Grab­bing« – eine neue Form des Land­raubs und die Fol­gen

Beitrag vom 30.01.2011

Unter die­sem Titel gab es am 24.01.2011 zur Latein­ame­ri­ka­wo­che in Nürn­berg einen Vor­trag. Die dazu­ge­hö­ri­ge Prä­sen­ta­ti­on ist fin­den Sie hier: Live-View (Flash) | »Land Grab­bing« (PDF).

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Mexi­ko: Kli­ma­wan­del, Land­wirt­schaft und Men­schen­rech­te

Beitrag vom 02.12.2010

Von Peter Claus­ing Kli­ma­wan­del und Land­wirt­schaft Nach Ein­schät­zun­gen des Welt­kli­ma­ra­tes (IPCC) wird in Mexi­ko der Ver­lust an land­wirt­schaft­li­cher Nutz­flä­che bis zum Jahr 2050 zwi­schen 13 und 27 Pro­zent betra­gen. Eine düs­te­re Per­spek­ti­ve mit Blick auf das völ­ker­recht­lich garan­tier­te Recht auf Nah­rung wie es unter ande­rem im Pakt über zivi­le und poli­ti­sche Rech­te (Arti­kel 6) und im Pakt über wirt­schaft­li­che, sozia­le und kul­tu­rel­le Rech­te (Arti­kel 11 und 12) zuge­si­chert ist. Die Leid­tra­gen­den die­ser Ent­wick­lung sind vor allem jene 40 Mil­lio­nen Mexi­ka­ner, die mit weni­ger als drei Dol­lar pro Tag aus­kom­men müs­sen – eine Zahl, die die 7,5 Mil­lio­nen mexi­ka­ni­schen Indi­ge­nas nahe­zu voll­stän­dig ein­schließt. Rund ein Vier­tel der rund 100 Mil­lio­nen Ein­woh­ner Mexi­kos haben bereits jetzt unter den Fol­gen extre­mer Wet­ter­erschei­nun­gen zu lei­den. Wäh­rend der Süd­os­ten in letz­ter Zeit regel­mä­ßig von Über­schwem­mun­gen infol­ge der häu­fi­ger auf­tre­ten­den Hur­ri­ka­ne heim­ge­sucht wird, gibt es in ande­ren Tei­len die­ses Lan­des, das unge­fähr fünf­mal so groß ist wie die Bun­des­re­pu­blik, aus­ge­dehn­te Dür­re­pe­ri­oden. Die Hälf­te der Flä­che Mexi­kos,...

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+++ Akti­on: Nein zum Aus­ver­kauf von Afri­ka! +++

Beitrag vom 09.08.2010

TERMIN BEACHTEN !! Aus­län­di­sche Inves­to­ren haben inner­halb von drei Jah­ren allein in Afri­ka 20 Mil­lio­nen Hekt­ar Acker­land auf­ge­kauft. Wäh­rend die loka­le Bevöl­ke­rung an Hun­ger lei­det, pro­du­zie­ren die Inves­to­ren Nah­rungs­mit­tel und Ener­gie­pflan­zen für den Export. In Fol­ge des ‚Land Grab­bing‘ kommt es immer öfter zu Ver­trei­bun­gen und Land­kon­flik­ten. Leid­tra­gen­de sind die Men­schen, die von die­sem Land leben. Auch deut­sche Unter­neh­men sind am Wett­lauf um Land in Afri­ka betei­ligt! Die Bun­des­re­gie­rung kann eini­ges dage­gen unter­neh­men, doch bis­lang reagiert sie nur zöger­lich. Es ist höchs­te Zeit zu han­deln! Hier geht es zur Akti­on: INKOTA über­reicht alle gesam­mel­ten Pro­test­post­kar­ten und Pro­test­mails beim Tag der offe­nen Tür der Bun­des­re­gie­rung (22. August 2010) an Ent­wick­lungs­mi­nis­ter Nie­bel!

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Schön­red­ner bei der FAO

Beitrag vom 04.08.2010

Aus: land & wirt­schaft, jun­ge Welt-Bei­la­ge vom 04.08.2010 von Peter Claus­ing Land­nah­me durch pri­va­te Inves­to­ren in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka erreicht dra­ma­ti­sche Dimen­sio­nen. UN-Ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on, Welt­bank und Ent­wick­lungs­po­li­ti­ker beto­nen »Chan­cen« »Man muß kein Bau­er sein, um mit Acker­land Geld zu ver­die­nen«, hieß es in einem Bei­trag der Wochen­zei­tung Die Zeit vom 11. Febru­ar 2010, der sich mit einem Trend beschäf­tig­te, über den in den letz­ten zwei Jah­ren viel geschrie­ben und dis­ku­tiert wur­de, ohne daß es seit­her zu einer Trend­wen­de gekom­men ist. Die Rede ist von der rasan­ten Aneig­nung des Pro­duk­ti­ons­mit­tels Boden durch Inves­to­ren und – seit der Preis­explo­si­on im Nah­rungs­mit­tel­be­reich 2008 – durch finanz­star­ke Län­der mit pre­kä­rer Eigen­ver­sor­gung, inter­na­tio­nal unter dem Begriff Land Grab­bing bekannt. Die Bericht­erstat­tung in den Medi­en ver­mit­telt den Ein­druck, daß es vor allem die Regie­run­gen Chi­nas, Süd­ko­re­as und der Golf­staa­ten sei­en, die die­se Land­um­ver­tei­lung vor­an­trei­ben. Eine reprä­sen­ta­ti­ve Ana­ly­se des Lon­do­ner Inter­na­tio­nal Insti­tu­te for Envi­ron­ment and Deve­lo­p­ment (IIED) zeig­te aber am Bei­spiel von Äthio­pi­en, Gha­na, Mada­gas­kar und Mali, daß...

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Nein zum Aus­ver­kauf von Afri­ka!

Beitrag vom 01.06.2010

Das INKO­TA-Netz­werk führt der­zeit eine Pro­test­ak­ti­on gegen Land Grab­bing und die damit ver­bun­de­nen schwer­wie­gen­den Kon­se­quen­zen für Klein­bau­ern und die loka­le Bevöl­ke­rung durch. Aus­län­di­sche Inves­to­ren haben inner­halb von drei Jah­ren allein in Afri­ka 20 Mil­lio­nen Hekt­ar Acker­land auf­ge­kauft. Wäh­rend die loka­le Bevöl­ke­rung an Hun­ger lei­det, pro­du­zie­ren die Inves­to­ren Nah­rungs­mit­tel und Ener­gie­pflan­zen für den Export. Die Bun­des­re­gie­rung kann eini­ges dage­gen unter­neh­men, doch bis­lang reagiert sie nur zöger­lich. Es ist höchs­te Zeit zu han­deln! Schi­cken Sie eine Pro­test­mail an die Bun­des­re­gie­rung mit der Auf­for­de­rung, den Aus­ver­kauf von Land in Afri­ka und anders­wo sofort zu stop­pen.

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Nami­bia: Agrar­groß­pro­jekt von Deme­ter Inter­na­tio­nal Ltd., UK

Beitrag vom 15.05.2010

Hinweis/Korrektur: Deme­ter Inter­na­tio­nal Ltd. ist ein bri­ti­sches Agrar­in­vest­ment-Unter­neh­men und hat weder etwas mit Bio­land­bau zu tun noch mit dem deut­schen Ver­band Deme­ter Inter­na­tio­nal e.V., der ein Erzeu­ger­ver­band für bio­lo­gisch-dyna­mi­sche Land­wirt­schaft ist und sich bereits gegen den Miss­brauch sei­nes Namens gewehrt hat. Mit Bit­te um Ent­schul­di­gung für die ursprüng­lich irre­füh­ren­den Dar­stel­lung. Im Bwab­wa­ta-Natio­nal­park, fünf Kilo­me­ter von der Gren­ze zu Ango­la ent­fernt, soll auf 10.000 Hekt­ar ein umstrit­te­nes Agrar­groß­pro­jekt ent­ste­hen. Hält die ‚Deme­ter Inter­na­tio­nal Ltd.‘ und ihr nami­bi­scher Part­ner ‚Labour Invest­ment Hol­ding‘ (LIH) an ihrem ‚Katon­do Farm Pro­ject‘ fest, wird hier ab Okto­ber bis­lang unbe­rühr­ter Boden umge­pflügt und zwei­mal pro Jahr geern­tet. Den kom­plet­ten Arti­kel (eng­lisch) bei Inter­Press Ser­vice lesen

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